Manche kritisieren jedoch diese Zahl als zu hoch, weil nicht einfach das Jahres-BIP durch 12 Monate geteilt werden könne.Schließlich könne ja aufgeholt werden, was in dieser Zeit liegenbleibt. Andere wiederum können sich noch viel höhere Verluste vorstellen, weil gerade eben nicht alle wirtschaftlichen Aktivitäten passierbar und aufholbar erscheinen.

Die Argumentation mutet ein wenig chaostheoretisch, erscheint aber ebenso schlüssig, wenn man bedenkt, dass unser Wirtschaftssystem teilweise auf Lieferkettenund zeitlich synchrone Abläufe wie in der Automobilproduktion baut, wo kleine Unterbrechungen zu Kettenreaktionen führen können.

Was nun? Welchem Argument soll man folgen? In Krisen, aber auch sonst, ist man gut beraten, wissenschaftliche Analyse zu betreiben. Es gibt durchaus volkswirtschaftliche Modelle, die beide genannten Kräfte abwägenund in Zusammenwirkung gewisse Prognosen erlauben. Selbst die simple Berechnung des BIP gibt Anhaltspunkte, was in 2020 durch Corona verloren gehen könnte.

Die Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft bzw. deren einzelne Akteure lassen sich ebenfalls davon ableiten. Wie? Das erfahren Sie in der Gesprächsrunde.